Charta von Venedig und Strategiemodell

Das schirmförmige Strategiemodell stellt den Versuch dar, die Prinzipien des Konservierens und Restaurierens in der Charta von Venedig um Grundsätze des Bauens im historischen Kontext zu erweitern und sie methodisch-ideell als Teile eines übergeordneten, universalen Handlungssystems zu begreifen, das in einer einfachen Grafik seine bildliche Entsprechung findet.

 

Ausgangpunkt der Bildsuche für diese Ordnung ist die aristotelisch geleitete Annahme, dass sich die Gesamtheit der begrifflichen Wirklichkeit trotz einiger Bedeutungsunschärfen auch im Fall des Umgangs mit Baudenkmälern -sowohl in der Denkform einer semantic cloud (vgl. Semantik) als auch in der täglichen Praxis- auf ein genuin einfaches, ihr ureigenes wie sinnfälliges Modell reduzieren lassen müsse.

 

In der hier vorgestellten Systematik bilden das Konservieren, das Restaurieren, das Erneuern (Renovieren), das Anfügen und das Neumachen die fünf Eckpfeiler im Umgang mit historischer Bausubstanz. Diese Begriffe spannen dabei einen Schirm auf (fr. écran, auch = Schutz), der in der Lage ist, die Grundsätze und Ergebnisse einer Baumaßnahme im Bestand in der Art eines Fingerabdrucks individuell abzubilden (s. Beispiele).

 

Erhalten, Festigen-Fortsetzen, Umbauen, Anbauen und Neubauen stellen die fünf architektonischen Parameter eines endlos wiederkehrenden natürlichen Prinzips dar, nach welchem schützenswerte Bausubstanz bewahrt und weitergegeben sowie durch Neues verändert und abgelöst wird (Traditione!).

 

 

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